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„Wenn wir im Zweier rudern, fahren wir, wie ich will“, sagt Rainer Morawa (56) lachend. Er hat mehr als 40 Jahre Erfahrung als Ruderer, seine Lebensgefährtin Michaela Bichler (50) begann 2012 mit dem Rudersport. Eine unterschiedliche Basis für das Paar, aber die Vorbereitungen für die Masters WM im September 2020 laufen. „Das ist die Herausforderung – wir trainieren oft getrennt voneinander, jeder im Einer am Mondsee bzw. in Wels. Wenn wir dann im Zweier sitzen, üben wir Technik und haben eine spitzenmäßige Rollenverteilung“, schmunzelt der Experte vom Attersee. Das Rudern am See mit Wellen und Wind gestaltet sich oft schwierig, im Gegensatz zum „perfekten Wasser in Ottensheim“. Da sind sich Michaela und Rainer einig: „Am glatten Wasser ist das Rudern leichter und wir arbeiten an Details.“ Das Paar hat für die WM ein klares Ziel: „Wir wollen gut miteinander fahren und wir mögen die Stimmung unter den Masters-Ruderern.“ Die Athleten seien gleichzeitig das Publikum und machen Stimmung. Es gehe um den sozialen Aspekt: Freunde treffen, der Gesundheit etwas Gutes tun und den Sport bekannt machen.

Beeindruckendes Flair in Ottensheim

„Ottensheim hat für mich immer einen Reiz. Die Erinnerung, hier als Schüler trainiert zu haben, zu sehen was aus der Strecke geworden ist und das Flair. Total beeindruckend“, resümiert Rainer die vergangenen Jahre. Er bekam den Rudersport quasi vererbt: „Mein Großvater hat den Ruderverein Seewalchen gegründet. Mit 10 Jahren saß ich als Steuermann im Boot, mit 12 Jahren bin ich Rennen gefahren. Etwa 100 Medaillen hebe ich seither auf.“ 1990 gab er den Leistungssport auf, freut sich umso mehr auf die Masters Veranstaltungen.

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